Trauer – Wenn die Seele vor Trauer weint

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Trauer. Jeder empfindet bei Trauer anders. Früher habe ich auf Trauer mit Essen reagiert. Ich habe einfach was gegessen und dachte es hilft mir. Heute ziehe ich mich zurück, ich möchte nicht, dass jemand sieht wie sehr ich Trauer. Ich habe den schwersten Schritt diese Woche machen müssen, lange hatte ich Panik davor. Das der Tag kommt, an den ich meinen geliebten Dacky (Langhaardackel) gehen lassen muss. Alleine der Gedanke ist schon voller Schmerzen, kaum dran zu denken und ich wollte auch nicht an den Gedanken denken. Doch irgendwann wird der Tag kommen, Dacky mit fast 18 Jahren ist ja auch in einen alter, in den dass immer kommen kann. Dacky ging es gut, er war fit, lief draußen munter rum und hat auch richtig gut gefressen.

Trauer ist unerträglich für die Seele

Ich bin Dienstag um 5 Uhr aufgewacht, es war Dacky, er lag im Bett und hatte Krämpfe. Ich war geschockt, beruhigte ihm und wusste vom Gefühl sofort das, was nicht stimmt. Wir sind, so schnell es geht zum Tierarzt, doch meine Befürchtungen das er einen Schlaganfall hat bestätigte sich. Es war zu spät und der schwerste Schritt stand mir bevor. Ich musste Abschied nehmen, sich verabschieden und ihm gehen lassen. Mein Herz ist in den Moment fast stehen geblieben, es tat weh und ich habe ihm die ganze Zeit gestreichelt und mit ihm geredet. Ich musste ihm gehen lassen, es war der Punkt, an den ich lebe, wohl sagen musste. Er schlief friedlich ein und ging über die Regenbogenbrücke. Ich stand danach neben mir, bin nach Hause und war froh das die Kinder bei Oma waren.

Ich kam nach Hause, alleine. Kein Dacky und sofort war der Schmerz wieder da. Ich konnte die Wohnung kaum betreten. Der Schmerz und die Trauer, das wünsche ich niemand. Auf einmal ist man alleine, der geliebte Dacky ist nicht mehr da. Noch immer schaut man auf seinen Schlafplatz, möchte raus gehen und wartet auf seinen Blick.

Diese Leere in einen frisst die Seele auf

Ich fühle mich leer. Es ist alles so ungewohnt und vor allem, ich schaue aufs Sofa und niemand ist da. Man will sich anziehen, weil es Gassi Zeit ist und man muss nicht mehr raus. Keiner der wartet, wenn man nach Hause kommt. Keiner, der abends noch sein Snack möchte und auch die Katzen leiden und vermissen Dacky. Trauer nicht nur bei mir, sondern auch bei den Katzen und Kindern. Und ich möchte nicht, dass jemand sieht wie sehr ich Trauer. Dieses Gefühl, das wird nie gehen den mein Dacky war, was Besonderes und der Weg den wir zusammengegangen sind, war schön aber auch schwer. Er war immer da für mich und hat mir viel Kraft gegeben. Ich konnte ihn nur auf den letzten Weg begleiten und ihn einen schönen Platz auf dem Friedhof geben. Und er wird immer in meinen Herzen bleiben.