Vor der Krankheit ist nach der Hilfe

Die Tage, sie werden länger, das Wetter ist in Ordnung und doch kann man nicht wie früher laufen. Seit dem Herzinfarkt habe ich starke Probleme mit dem Laufen und dem Herzen. Es dauert alles viel länger und bei vielen Sachen muss ich auf Freunde und Familie hoffen, dass Sie mir helfen. Es wird zwar langsam besser, doch ich schaffe körperlich nicht viel. Seit heute habe ich einen Rollator, das hilft mir die erste Zeit beim Einkaufen. Ich möchte ja auch mal raus gehen, das war die letzten Wochen nicht wirklich möglich. Nie hätte ich gedacht, dass ich Hilfe brauche, dass ich in meinem Alter so viel auf andere angewiesen bin, auf andere Hilfe und dass ich einen Rollator brauche. Es ist alles so ungewohnt, ich schäme mich auch etwas und hoffe, dass ich den nicht lange brauche. Ich habe zum Glück viel Hilfe vom Papa der Kinder, dass ich hier entlastet bin, damit die Kinder nicht auf so vieles verzichten müssen.

Vor dem Herzinfarkt ist nach dem Herzinfarkt

Leider schlägt sich vieles auch auf die Seele und zieht einen runter. Es ist in den letzten Wochen so viel passiert, dass man das kaum verarbeiten kann. Durch diese Ängste, Sorgen und auch den Kummer davor kommt die Depressionen wieder extrem nach vorne. Die ganze Arbeit das in den Griff zu bekommen ist kaputt und man muss von vorne anfangen. Dazu kommt dann noch die Angst, dass der Herzinfarkt wieder kommen könnte, die Angst, dass man hätte, Sterben können, wenn ich nicht sofort gehandelt hätte. Und auch wenn ich übergewichtig bin, ich war gerne unterwegs und das auch am Wasser. Das ist kaum möglich, nur stark eingeschränkt und das schmerzt schon.

Vor dem Gewicht und nach dem Gewicht

Das Einzige was nun gut ist, ich habe meine Ernährung komplett umgestellt. Ich verzichte komplett auf süße Sachen, gleiche das mit Obst und Joghurt um und auch das Trinken ist von Cola usw. weg. Mein Gewicht ist seit dem Herzinfarkt um weitere 9 kg runter gegangen. So darf das Gewicht gerne weiter runter gehen. Ich habe aber auch kein Verlangen nach Cola und süßen Sachen. Klar gibt es mal ein Stück Kuchen, aber ansonsten viel Frisches und Gesundes. Und es stört mich auch nicht, das ich einiges nicht mehr Essen kann. Hätte mir das dann doch schwerer vorgestellt. Ich werde zwar nie Rang und schlang aber einige Kilos möchte ich doch noch runter bekommen.

Der weite Weg liegt vor mir

Jeder Weg ist schwer, jeder Schritt ist doppelt so schwer wie früher. Und doch möchte ich wieder fit werden und unabhängig von Freunden und Familie. Nicht mehr Fragen, ob Sie mir helfen und was abnehmen können. Es ist kein tolles Gefühl und es belastet einen sehr. Depressionen wünsche ich niemand, vor allem wenn dann wieder viele Rückschläge kommen die einen aus den Schuhen hauen. Ich hoffe, dass es jetzt wieder bergauf geht.