Auf einmal muss ich um Hilfe bitten

Mein Leben Hilfe

Mein Leben, mein Alltag. Seit dem Herzinfarkt hat sich mein ganzes Leben geändert, verändert und ist aus den Angeln gefallen. Ich muss jeden Tag kämpfen, ich sage ja nicht, dass mein Leben davor perfekt war. Aber es ist einfach von jetzt auf gleich die Hölle und aus der muss ich mich rauskämpfen. Gesundheitlich muss alles verändert werden, ich muss zu bestimmten Zeiten meine Medikamente nehmen, brauche am Morgen 2 Stunden, bis ich vorankomme, bis mein Kreislauf und mein Herz wach sind. Ich mache in der Zeit meistens Frühstück und nehme kleine Sachen, die erledigt werden müssen. Doch dann fängt alles an, ich muss den ganzen Tag organisieren. Plane, was eingekauft werden muss, kleine Sachen kann ich selber kaufen, nur große und schwere Sachen muss ich mir bringen lassen. Das ist das erste Problem, ich bin jemand, der nicht gerne andere fragt ob man mir, was vom Einkaufen mitbringt. Ich bin da jemand, der alles alleine gemacht hat und der Kopf sagt mir auch immer noch „Du musst es alleine schaffen“.

Auf einmal muss ich um Hilfe bitten

Wenn man immer alles alleine gemacht hat und auf einmal das nicht mehr geht, kann ich mich sehr gut in die Situation von meiner Oma damals versetzen. Auf einmal brauche ich Hilfe und das Abstellen dauert noch lange. Ich wünsche mir so sehr das zurück, das ich alles alleine machen kann und doch ist das erst mal nur ein Wunsch. Meine Familie und auch die Nachbarn sind da, helfen mir und man merkt erst jetzt, wer die wahren Freunde sind. Meine Mutter kommt nach Ihren Schichten noch vorbei, bringt was vom Einkaufen mit und nimmt auch mal den Papierkarton mir runter. Ich kann zum Glück auch wieder etwas raus gehen, auch wenn der Rollator immer noch fremd ist, ohne geht es aktuell nicht. Kleine Schritte, kleine Wege gehen wieder, und auch wenn ich froh bin, dass ich wieder zu Hause bin, ich muss raus und etwas laufen.

Nichts ist mehr wie das einmal wahr

Zu lange habe ich nichts gemacht, klar ich habe abgenommen und doch viele süße Sachen und Cola getrunken. Das fällt mir jetzt erst auf, nachdem ich aus dem Krankenhaus kam und alles komplett umgestellt habe. Ich habe nach dem Krankenhaus meine Schränke mit süßen aussortiert und verschenkt, ich habe meine Cola weggegeben und erst da ist mir aufgefallen, was ich doch alles hatte. Selbst jetzt beim Einkaufen merke ich es auch am Geld, das ging doch richtig ins Geld. Klar esse ich auch mal ein Eis, aber ansonsten seit dem Krankenhaus keine süßen Sachen mehr, keine Cola mehr und es geht mir gut. Damit meine ich, es fehlt mir nicht das süße Zeug. Ich trinke wohl mal Apfelschorle aber am meisten nur noch Selters. Und ich bin gespannt, wie die Waage nächste Woche wieder nach unten geht. Es müssen doch noch einige Kilos runter. Jedes Kilo weniger ist auch für die Gesundheit wichtig. Doch runter gehen die Kilos leider langsamer als rauf. Der Weg ist weit und ich bin noch am Anfang.

Meine Wünsche für die Gesundheit und Zukunft

  • Das ich wieder mehr alleine machen kann ohne immer nach Hilfe zu fragen
  • Mein Gewicht soll weiter runter gehen
  • Weiter durchhalten ohne süßes und Cola & CO
  • Wieder etwas Mobiler werden und wieder öfters an Wasser gehen kann