Neuigkeiten von der Front

Es ist schon lange her, das ich was geschrieben habe und doch ist sehr viel in den Wochen passiert. Es ging mir immer schlechter, mein Hausarzt sagte nur das wir Blutabnehmen am Tag drauf. Ich konnte kaum laufen, am Wochenende hatte ich dann wieder Schmerzen mit der Galle. Samstag ging es dann mit dem Moorkissen, aber Sonntag war Horror. Nachmittags in der Arzt Zentrale angerufen aber die Ärztin sagte nur „nehmen Sie Buscopan und trinken Sie Tee.“ Doch die Schmerzen wurden immer schlimmer das ich am Abend mit dem Taxi unter Schmerzen in das Städtische Krankenhaus gefahren bin zur Ärztlichen Notdienst. Nach EKG und untersuchen musste ich dort bleiben. Aber, anstatt das man mich zur Notaufnahme bringt, musste ich da hinlaufen. Zum Glück kam eine Schwester und nahm mich in Empfang. Ein leeres Zimmer, ausgezogen untersucht und dann gab es Schmerzmittel. Es dauerte, bis die Schmerzen nachließen und ich dann etwas zur Ruhe kam.

Am Tag drauf wurde geschallt und dann ging es auf die intensiv Station. Die kannte ich ja schon und dort wurde dann untersucht, EKG usw. gemacht. Am Tag drauf sollte dann noch eine Untersuchung gemacht werden wegen der Galle. Zum Glück habe ich das nicht mitbekommen, aber es wurde auch fast zum Verhängnis, den die Narkose war nicht einfach für mich. Ich lag danach 3 Tage im Koma. Auch wenn sich das komisch anhört, ich habe in der Zeit, als meine Mutter mich Besuchte sie reden gehört, wie Sie von meinen Katzen erzählte. Ich wachte dann wieder auf, es ging mir nicht gut und ich konnte mich kaum bewegt. Meine Nieren haben auch nicht mehr gearbeitet, daher auch die Knappe Lust und das aufquellen und weniger Wasser lassen. Also an die Dialyse und das war nicht so toll. Es war eine schwere Zeit, immer auf Hilfe angewiesen. Ich konnte mich nicht drehen alleine, war am Ende und habe dann in Gedanken mit meiner Oma geredet. Entweder sie nimmt mich in den Himmel hoch, oder sie gibt mir Kraft, dass ich das überstehe.

Ich lag 2 Wochen auf der Intensiven, mein Rollator wurde mir ins Krankenhaus gebracht und ich durfte irgendwann auf die Bettkante. Es war Horror. Keine Kraft und ich konnte nicht einmal sitzen. Doch von da an kämpfte ich und dann wurde ich auf normale Station verlegt. Bekam ein Zimmer alleine, täglich Pysio und dann konnte ich alleine sitzen. Aufstehen und lernte einen Schritt zu machen. Doch auch das war sehr schwer. Selbst heute nach Wochen nach dem Krankenhaus fällt mir jeder Schritt schwer. Alles muss ich neu lernen, neu Muskeln aufbauen. Am 29.9 habe ich ein Vorgespräch für die nächste Operation, da soll die Galle raus. Bammel habe ich jetzt schon, doch es geht nicht anders. Ich hoffe doch, dass es gut geht. Eines ist mir aber klar, ich würde immer kämpfen und nicht aufgeben.

Was ich alles hatte und habe

  • Herzprobleme
  • Nieren versagen mit Dialyse
  • Gallensteine
  • Gallenstein in der Bauchspeicheldrüse
  • Bauchspeicheldrüse
  • 12 Einheiten Blutspenden
  • Blutarmut
  • Koma
  • Probleme mit der Leber
  • Probleme durch Muskelabbau mit Laufen, Treppensteigen. Alles muss neu gelernt werden